Balkone


Ich möchte Ihnen anhand dieses Berichtes und einiger Fotos erklären und näher bringen, was sich hinter einer Balkonsanierung verbirgt, wenn sie mit einer Kunststoffbahn ausgeführt wird.
Bild "t3.jpg"

Bei den häufigsten Balkonsanierungen, die heutzutage durchgeführt werden, wird der Balkon bis auf die Rohbetondecke hin abgestemmt.

Um beim Abdichten des Balkons keine Probleme in kritischen und örtlich bedingt kleineren  Bereichen zu bekommen, Bild "pl2.jpg" verwendet unser Betrieb eine Kunststoffbahn aus dem Hause Henkel. Die Abdichtungslage ergibt am Ende mit den Anschluss- / Verbundblechen (sie besitzen auf einer Seite eine Folie) im Trauf- und Wandbereich eine homogene Verbindung. Diese Verbindung kann auf zweierlei Art hergestellt werden. Zum einen ist es das Quellverfahren, bei dem durch ein Quellschweißmittel die  Moleküle in beiden Oberflächen gelöst werden, um sich nach Abtrocknen des Quellschweißmittels zu einer Einheit zu verbinden. Die andere Alternative, die homogene Verbindung zu erstellen, ist das Heißluftverfahren.

Bild "flachdach3.jpg"
Bei ihm werden mittels eines Heißluftgerätes die zu verbindenden Folienseiten erwärmt damit sie  verschmelzen können. Egal ob beim Quell- oder beim Heißluftverfahren, es ist immer wichtig, dass der Vorgang unter Druck geschieht. Dies wird durch den Sandsack beim Quellen und die Rolle beim Heißluftverfahren erreicht.

Bei der Folie, die wir auf Balkonen verwenden, kommt zum größten Teil eine Version zur Nutzung, die für die Verlegung unter Auflast konzipiert wurde, da Balkone in der Regel noch eine Nutzungsebene bekommen. Zu beachten ist aber, dass unter der Abdichtung  immer ein Trennvlies auszulegen ist, welches die Folie von unten gegen chemische Einwirkungen sowie Perforation, bei Bewegungen in sich selbst, schützt. Wenn die Fläche nun mit den Verbundblechen homogen vereint ist, erfolgt die Nahtkontrolle inkl. Versiegelung, bei der alle Nähte nach etwaigen Kapillaren kontrolliert und anschließend mit Nahtversiegelung behandelt werden.

In Eckbereichen gibt es passende Formteile, die ihre Anwendung finden. Türbereiche, andere Regionen und Bauteile, die sich nicht ohne Weiteres an die Abdichtungslage anschließen lassen, werden mit Flüssigkunststoff auf und an ihr verbunden/abgedichtet. Der Plattenbelag Bild "b3.jpg" wird im Vorfeld vom Kunden ausgesucht und über unseren Zulieferer an die Baustelle gebracht. Es kann aber auch sein, dass der Kunde die Platten selber stellt.

Wir verlegen in unserem Betrieb die Platten auf Mörtelsäcke, mit einer Fuge zwischen den Platten. Diese Fuge dient dem Abtransport von kleinen Verschmutzungen. Da die Platten wie oben schon erwähnt auf Säcken liegen, können die Verschmutzungen ganz einfach dem Entwässerungssystem zugeführt werden. Anders wäre dies, würden die Platten in einem Kiesbett liegen. Hier kommt es dann auch ganz schnell zu einer Unkrautbildung zwischen den Platten.

Im Bereich von Türen bieten wir unseren Kunden an, auf ein Drainrost zurückgreifen, damit sich evtl. ansammelnder Schnee beim Abtauen nicht in den Wohnbereich begibt, sondern auf kürzestem Weg auf die Abdichtungslage tropft.Bild "pl3.jpg"

Ganz zum Schluss versehen wir unser Gewerk mit einer Wandanschlussschiene, welche die Verbundbleche abdeckt, sie zusätzlich an der Wand befestigt und auf dem Belag aufsteht. Diese Schiene wird oberhalb mit einer zum Mauerwerk farblich passenden Dichtmasse versiegelt.

Somit wäre der Balkon fertig und es steht einer langen Nutzung nichts im Wege.